Pinocchio 피노키오

Pinocchio ist eine südkoreanische Drama-Serie aus dem Jahr 2014 mit insgesamt 20 Folgen a 60 Minuten.

Thema: Ein junger Mann nimmt Rache an der Presse für die Zerstörung seiner Familie

Link zum Podcast: SO 005. Pinocchio Part 1 ▶️ Part 2 ▶️

©️SBS

Pinocchio ist eines der KDramen, dass einem immer wieder empfohlen wird. Ich habe es trotz des erstklassigen Casts immer auf die lange Bank geschoben und bin froh es im Rahmen unseres Podcasts erlebt zu haben, da ich es sonst weiter heraus geschoben hätte.

Worum geht es in Pinocchio?

Im Fokus der Handlung stehen Choi Dal Po und Choi In Ha. Dal Pos Vater starb in jungen Jahren in einem Brand und wurde, nachdem seine Leiche nicht gefunden worden war, als Schuldiger von der Presse gebrandmarkt. Daraufhin ging seine Familie durch die Hölle. Nachdem seine Mutter versucht hat sich mit ihm zusammen umzubringen, überlebt er nur knapp durch die Hilfe eines senilen Rentners, der ihn adoptiert und für seinen längst verstorbenen Sohn hält.

Zur gleichen Zeit zieht dessen ältester Sohn mit seiner Tochter In Ha bei ihm ein, nachdem er seine Scheidung hinter sich gebracht. Gemeinsam wachsen sie auf. Was In Ha jedoch nicht weiß ist, dass ihre Mutter die Verantwortliche für Dal Pos Familientragödie ist.

Jahre später bemühen sich beide Reporter zu werden. Während In Ha durch ihr Pinocchio-Syndrom, dass Lügen durch Schluckauf zeigt, Probleme hat, wird Dal Po sofort genommen. Dieser will seine neue Position nutzen, um sich an In Has Mutter für ihre Taten zu rächen.

Fan Made Trailer

Lohnt sich die Serie?

Die Serie ist auf einem gewohnt hohen Niveau produziert und bietet schöne Kulissen. Man erhält einen interessanten Blick auf das Inselleben und später auf das Leben in der Großstadt Seoul. Neben den Drehorten ist die Ausstattung der Serie sehr überzeugend und bietet zudem einen bemerkenswert guten Soundtrack, der die jeweiligen Stimmungen perfekt unterstützt.

Das Cast ist für Freunde südkoreanischer Dramen ein Segen. Nach ihrem Durchbruch wurden Park Shin Hye (The Heirs) and Lee Jong Suk (I Can Hear Your Voice) die Hauptrollen gegeben, die beide sehr gut ausfüllen. Während sie heute zu den Aushängeschildern des Hallyu-Universums zählen, versteht man schnell, dass auch ihre Anfänge weniger holprig waren. Zudem erlebt man in den Nebenrollen Kim Young Kwang (The Secret Life of My Secretary) und Yoon Kyung Sang (Class of Lies), die vor allem im Jahr 2019 durch ihrer auffallend guten Dramen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sind.

Das Zusammenspiel der Schauspieler funktioniert sehr gut und macht Spaß. Shin Hye und Jong Suk haben eine sehr gute Chemie und überzeugen auf ganzer Linie. Während Jong Suk in der Serie sein klassisches Spiel zeigt, hat mir Shin Hye äußerst gut gefallen. Ihr mädchenhaftes Gehabe mit den überzeugenden Schluckauf-Anfällen weiß zu überzeugen. Das gleiche gilt für Kyung Sang, der den janusartigen Charakter von Dal Pos Bruder wunderbar rüberbringen zu vermag. Von Young Kwang war ich ein wenig enttäuscht. Weniger von seinem Spiel als von seiner Rolle, die sehr lückenhaft angelegt war.

Die Geschichte selbst ist interessant und konzentriert sich neben den stetigen Versuchen der Charaktere im Journalistenberuf Fuß zu fassen immer wieder auf die Familientragödie Dal Pos. Dabei spielen Rachegedanken und auch kriminelle Handlungen keine unwesentliche Rolle. Trotz der Länge weiß die Handlung über weite Strecken zu überzeugen. Insbesondere In Has kaltherzige Mutter weiß Antipathie zu wecken und nur wenig zu gefallen. Zwar ist die Geschichte nicht unbedingt vorhersehbar angelegt, aber nach einer Weile kommt man der Sache schon auf die Spur.

Mangelhaft empfand ich die Einbindung der Nebencharaktere. Allen voran Beom Jo, der von Kim Young Kwang, verkörpert wird, blieb über weite Strecken sehr blass. Teilweise wusste man überhaupt nicht warum er überhaupt da war. Für ein Liebesdreieck reichte es nicht und überhaupt als potentieller Partner wurde er nie gesehen. Seine Taten zum Ende hin sind ebenfalls äußerst blass inszeniert und hätten einer weiteren Ausschmückung benötigt. Ähnlich ergeht es der Figur Yoo Rae, die lediglich als lustiger Side Kick herhalten darf, aber nie wirklich Bedeutung gewinnt. Ihre Geschichte wurde nicht einmal zu Ende erzählt.

Fazit

Meiner Ansicht nach hätte die Serie mit 16 Folgen besser funktioniert. In dieser Umsetzung hätte man unnötige Längen aussparen können und sich mehr auf die wichtigen Dinge fokussiert. Obwohl ich alle Darsteller sehr gerne sehe, war ich ein wenig enttäuscht. Das liegt insbesondere an dem Drehbuch, dass nicht immer auf höchstem Niveau funktioniert hat. Meiner Ansicht nach zählt es zu den schwächeren Dramen von Lee Jong Suk. Deswegen gebe ich insgesamt 7/10 Punkte.

Pinocchio eignet sich wunderbar für Freunde von Racheserien wie auch Revenge oder Game Maya.

Interessierte können die Serie kostenlos auf Viki Und auf Netflix streamen.

Darsteller: Lee Jong Suk (W: Two Worlds, While You Were Sleeping) als Choi Dal Po/Ki Ha Myung, Park Shin Hye (The Heirs, Memories of the Alhambra) als Choi In Ha, Kim Young Kwang (D-Day, Go Ho‘s Starry Night) als Seo Beom Jo, Lee Yoo Bi (A Poem a Day, Somehow 18) als Yoon Yoo Rae, Lee Pil Mo (Return of Fortunate Bok, Happy Home) als Hwang Gyo Dong, Min Sung Wook (The Nokdu Flower, Room No. 9) als Jang Hyun Gyu, Yoon Kyung Sang (Class of Lies, Clean With Passion For Now) als Ki Jae Myung, Jin Kyung (My Only One, Untouchable) als Song Cha Ok

Drehbuch: Park Hye Ryun

Regie: Jo Soo Won

2 Kommentare zu „Pinocchio 피노키오

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