My Absolute Boyfriend 절대 그이

My Absolute Boyfriend ist eine südkoreanische Dramaserie aus dem Jahr 2019 mit insgesamt 40 Episoden a 35 Minuten. Sie ist das Remake der japanischen Serie Zettai. Kareshi.

Thema: Make Up-Artistin versteckt gestohlenen Liebesroboter bei sich zu Hause

©️SBS Viki

Diese Serie hatte mich von Anfang an nicht interessiert, da sie sich um das Thema Roboter dreht. Dieses ist für mich immer weniger interessant. Da ich jedoch überredet wurde, begann ich dem Ganzen eine Chance zu geben.

Worum geht es in My Absolute Boyfriend?

Die junge Make Up-Artistin Uhm Da Da bemüht sich mit Leibeskräften die Spezialeffekte-Firma ihres Vaters erfolgreich weiterzuführen. Diese nimmt ihre ganze Zeit in Anspruch. Ihr einziges Privatleben besteht aus der heimlichen Beziehung zu dem erfolgreichen Schauspieler Ma Wang Joon. Als dieser mit ihr Schluß macht, bricht für sie eine Welt zusammen. Als hätte sie nicht genug Probleme bekommt sie eines Tages eine Fehllieferung mit einem menschlich aussehenden Liebesroboter als Inhalt, den sie aus Versehen aktiviert. Um seine Existenz nicht zu gefährden, versteckt sie ihn bei sich und das Chaos nimmt seinen Lauf.

Lohnt sich die Serie?

Streckenweise ja. Die ganze Geschichte ist ein einem fluffig leichten Stil gehalten. Liebhaber kitschiger Romantik kommen hierbei vollkommen auf ihre Kosten. Da Da ist eine äußerst sympathische junge Frau, die unheimlich viel angenehmen Humor bietet. Ihre Überforderung und ihr Versteckspiel laden immer wieder zum Lachen ein. Mit Zero Nine findet sie einen Roboter, der voller Tatkraft um ihr Herz buhlt. Als wäre diese Situation nicht verquer genug steht auf einmal wieder ihr Ex auf den Plan mit dem Ziel sie zurückzubekommen.

Diese ganze Dreiecksgeschichte bietet einige nette Einfälle und sorgt nicht selten für lustige Momente. Die Darsteller haben Spaß an ihren Rollen und vermitteln das auch gekonnt. Ich konnte mich jedoch nicht auf die Geschichte so einlassen wie sie es verdient hätte. Der ganze Handlungsstrang darum, ob man den Roboter dem Menschen nicht vorziehen soll, schien für mich wenig nachvollziehbar oder gar glaubhaft.

Natürlich bietet Zero Nine unzählige kitschige Momente und herzzerreißende Ideen, die die Serie gerne einmal auf eine rosafarbene Wolke verfrachten, doch letztlich ist und bleibt er ein Roboter. Für mich war es fast tragisch mitansehen zu müssen, wie Da Da immer mehr seinem Charme/Programm verfällt, da das Ganze einfach kein gutes Ende nehmen kann.

Ihr Ex Wang Joon bietet zwar gerade am Anfang einige Momente, die zum Kopf schütteln anregen, aber nach einer Zeit wirkt er nur noch liebenswert. Wenn alle Hallyu-Stars privat so sind, ist Korea zu beneiden. Tatsächlich sind die meisten Figuren so perfekt gezeichnet, dass es das Bild einer gekünstelten Welt nicht verschleiern kann. Ich hatte damit meine Probleme.

Die Sets sind, wie man es von koreanischen Serien gewohnt ist, in liebevoller Kleinarbeit zusammengestellt worden und liefern wunderschöne Kulissen. Die Ausstattung der Serie lässt wirklich nichts aus. Das gleiche gilt für die gelungene Musikbegleitung.

Leider finden sich in der Serie soviel verschenkte Chancen die Serie besser zu machen. Am Anfang öffnete sich der vielversprechende Handlungsstrang um einen gefährlichen Stalker, der viel zu früh und viel zu lustlos aufgelöst wurde. Auf der anderen Seite haben wir in der sadistischen Erbin Diana einen Antagonisten, der viel zu überzeichnet und deswegen weniger böse als lächerlich wirkt. Ihre Präsenz nervte mich von Anfang und bereitete mir wenig Freude.

Fazit

Insgesamt betrachtet, ging für mich das Konzept der Serie leider nicht auf. Die Charaktere haben zwar einige interessante Momente, aber keine Unterstützung durch ein interessantes Drehbuch. Alles wirkt nur ansatzweise gelungen. Ich für meinen Teil konnte mit der Liebesgeschichte und dem dazugehörigen Schmalz nur wenig anfangen und war froh als die Serie endlich beendet war. Aus diesem Grund vergebe ich klare 5/10 Punkte.

My Absolute Boyfriend eignet sich gut für Träumer wie bei I Am Not A Robot oder Angels Last Mission: Love.

Interessierte können die Serie auf Viki sichten.

Darsteller: Yeo Jin Goo (The Crowned Clown, Hotel del Luna) als Young Goo/Zero Nine, Bang Min Ah (Beautiful Gong Shim, The Best Future) als Uhm Da Da, Hong Jong Hyun (Mother of Mine, Moon Lovers: Scarlet Heart Ryeo) als Ma Wang Joon/Zero Ten, Hong Seo Young (Her Private Life, The Liar and His Lover) als Diana, Choi Sung Won (Prison Playbook, Reply 1988) als Nam Bo Won, Ha Jae Sook (Perfume, Birth of a Beauty) als Yeo Woong

Drehbuch: Yang Hyuk Moon

Regie: Jung Jung Hwa

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    40 Folgen ist schon ganz schön heftig… Wahrscheinlich wäre da weniger mehr gewesen.

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    1. Carli Sun sagt:

      Das auf jeden Fall! Jedoch wurde ich mit dem Thema bis zum Ende nicht wirklich warm. Das hätte sich auch bei der Hälfte der Laufzeit nicht geändert….aber Versuch macht klug. 😇

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      1. Wortman sagt:

        So sehe ich das meistens auch. Ansonsten breche ich ab…
        Ich hätte schon nach 3, 4 folgen abgebrochen, wenn ich damit nicht warm werden würde.

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      2. Carli Sun sagt:

        Nö. Ich habe es schon so oft erlebt, dass eine Serie schwer in die Gänge kommt, aber danach richtig aufdreht und mich begeistert. Deswegen gebe ich der Sache immer zu 100% eine Chance und bin wählerischer mit der Auswahl der Serien, die ich starten werde.

        Wenn ich die Serie nicht komplett sehe, kann ich sie schlecht fair beurteilen… 🤗

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      3. Wortman sagt:

        Ich bewerte ja eh keine Serien oder Filme. Da kann ich ungesehen abbrechen 😂😂

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      4. Carli Sun sagt:

        Stimmt! Mit großer Macht kommt große Verantwortung. 😁😇

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      5. Wortman sagt:

        Und am Ende Darth Vader 😂😂😂

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