Ringer

Ringer ist eine US-amerikanische Dramaserie aus dem Jahr 2011 mit insgesamt 22 Folgen a 45 Minuten.

Thema: Verzweifelter Rollentausch mit reicher Zwillingsschwester

@ The CW

Als ich das erste Mal von der Serie hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Sarah Michelle Gellar in einer neuen Dramaserie erleben zu können, ließ meine Vorfreude wachsen. Als es dann endlich soweit war, wurde ich nicht enttäuscht.

Worum geht es in Ringer?

Bridget Kelly und Siobhan Martin sind Zwillingsschwestern, die seit über sechs Jahren keinen Kontakt mehr miteinander hatten. Während Bridget ein unbefriedigendes Leben als Alkoholikerin geführt hat, heiratete Siobhan einen reichen Geschäftsmann und genoß ihr Leben in vollen Zügen.

Durch einen Zwischenfall wird Bridget Zeugin eines Verbrechens und wird nun von der Mafia gejagt. Als sich die beiden Schwestern wiedersehen, machen sie einen Bootsausflug. Als Siobhan über Bord geht, sieht Bridget ihre Chance deren Identität anzunehmen, um erfolgreich zu flüchten. Jedoch hat sie nicht damit gerechnet, dass auch Siobhan jemand nach dem Leben trachten möchte.

Offizieller Trailer

Lohnt sich die Serie?

Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, dass die Serie ihre Quoten nicht erfüllen konnte. Der Plot ist sehr spannend gehalten und dennoch wie ein ruhiges Drama inszeniert.

Sarah Michelle Gellar spielt die Rolle der Schwestern überzeugend und vielseitig. Während Bridget unsicher und freundlich agiert, ist Siobhan ein fleischgewordener Albtraum, der seine Mitmenschen stetig zu manipulieren versucht.

Die Spannung beginnt bereits mit dem neuen Familienkonstrukt. Ohne Vorwissen von Siobhans Familie bemüht Bridget sich einzufügen ohne aufzufallen. Dabei fällt ihr oftmals ihre Humanität vor die Füße. Während ihr beschäftigter „Ehemann“ glaubt einen neuen Frühling zu erleben, wird ihre Stieftochter mehr als skeptisch und versucht der Sache auf den Grund zu gehen.

Zudem gestaltet sich auch das Verhältnis zu Familie Martins besten Freunden spannend. Während erst alles nach perfektem Leben erscheint, bröckelt die Fassade auffallend und stetig. Immer wieder tun sich Momente auf, in denen Bridget ehemalige Missetaten Siobhans bereinigen muss, um nicht aufzufallen. Das erinnert teilweise stetig an die Serie Revenge.

Als wäre das Leben nicht kompliziert genug, kommen Affären, Mafia-Bosse, Kopfgeldjäger und schlaue Bewährungshelfer ins Spiel. Das alles funktioniert im Drehbuch sehr gut und bietet immer wieder äußerst spannende Situationen. Zudem vollzieht sich im Laufe der Serie eine enorme Wandlung mit Bridget, die immer erstaunter über die Vergangenheit ihrer Schwester ist. Gerade die Interaktion mit den verschiedenen Charakteren, ohne zu wissen wer Freund oder Feind ist, machen den Charme der Serie aus.

Insbesondere Serien-Fans werden von dem Cast begeistert sein, immerhin bietet es eine Vielzahl bekannter Gesichter aus anderen Dramen oder Filmen. Die Chemie der Darsteller stimmt im ganzen und machen die Serie zu einem Schaugenuß.

Fazit

Die Serie schafft es die Balance zwischen ruhigem Drama und spannenden Thriller perfekt zu halten. Gellar gibt hier alles und überzeugt in ihrer Doppelrolle. Neben dem tollen Soundtrack schafft die Inszenierung einige sehenswerte Bilder. Mich konnte die Serie von Anfang bis Ende perfekt unterhalten. Aus diesem Grund gebe ich entspannte 8/10 Punkte.

Ringer eignet sich wunderbar für Freunde undurchsichtiger Dramen wie auch bei The Lying Game oder Revenge.

Interessierte müssen sich gedulden, da die Serie aktuell nicht zum Stream zur Verfügung steht.

Darsteller: Sarah Michelle Gellar (Buffy the Vampire Slayer, The Crazy Ones) als Bridget Kelly/Siobhan Martin, Kristoffer Polaha (Condor, Life Unexpected) als Henry Butler, Ioan Gruffudd (Liar, Harrow) als Andrew Martin, Nestor Carbonell (Lost, Bates Motel) als Agent Victor Machado, Zoey Deutch (The Politician, Zack & Cody an Bord) als Juliet Martin, Mike Colter (Seis Manos, Marvel‘s Jessica Jones) als Malcolm Ward

8 Kommentare

      1. Ja, irgendwann nervte das Hin und Her mich nur noch. Und irgendwie stimmte für mich am Ende auch die Chemie zwischen Emily und Jack bzw. Emily VanCamp und Nick Wechsler überhaupt nicht

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      2. Das ging mir genauso. Für mich ging die Serie bergab mit dem Ausscheiden von Aidan. Danach wirkte vieles unmotiviert. Zudem hat mich sogar Jack manchmal genervt…

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  1. Die letzte Staffel von Revenge war sowas von unnötig. Das war so an den Haaren herbei gezogen.
    Ringer hatte mich auch interessiert – aber als ich hörte, dass sie mit einem Cliffhanger eingestellt wurde, hatte ich keine Lust mehr drauf.

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    1. Mittlerweile ist es auch schwer an die Serie heranzukommen…

      Und ja, ich fand schon die dritte Staffel von Revenge quälend lang, aber die vierte war sowas von blöd. Racheserien funktionieren für mich nur in einer Staffel.

      Gefällt 1 Person

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