Good Morning Call グッドモーニング・コール

Good Morning Call ist eine japanische Comedyserie aus dem Jahr 2016. Sie besteht aus 2 Staffeln mit insgesamt 27 Episoden a 50 Minuten. Grundlage ist die Mangareihe Guddo Moningo Koru von Yue Takasuka.

Thema: Zwei Schüler sind gezwungen heimlich in einer WG zu wohnen

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Via Dramalist

Als Netflix frisch bei uns zu Hause eingezogen ist, wollte ich einfach einmal etwas komplett neues ausprobieren und entschied mich für meine allererste asiatische/japanische Serie. Die Wahl fiel nach einigem Hin und Her auf Good Morning Call, weil die Handlung ganz witzig klang. Auf alles oder nichts gefasst, machte ich mich ans fröhliche Sichten.

Worum geht es in Good Morning Call?

Als das neue Schuljahr beginnt, zieht die quirlige Yoshikawa Nao vom Land in ihre erste eigene Wohnung. Kaum eingezogen, muss sie feststellen, dass ihr beliebter Mitschüler Uehara Hisashi ebenfalls die Schlüssel zu ihrem neuen Reich besitzt. Als sie die Vermieterin aufsuchen, wird schnell klar, dass sie einem Mietbetrug durch den Makler aufgesessen sind. Da sie die Wohnung alleine nicht halten können, beschließen sie heimlich zusammen wohnen zu bleiben.

Lohnt sich die Serie?

Im ersten Moment wusste ich wirklich nicht was ich von der Serie halten sollte. Alles wirkte entweder total überdreht oder viel zu nüchtern. In der Mitte gab es nichts. Die Kulissen war minimalistisch und bescheiden. Tatsächlich hat man den Anschein, dass sich um einen lebendig gewordenen Anime dreht.

Yoshikawa Nao ist zwar auf der einen Seite gutherzig und liebenswert, doch auf der anderen Seite naiv und dümmlich. Wenn sie ihre überdrehten Freuden-oder Panikanfälle bekommt, möchte man sie nur schütteln und gegen die Wand klatschen. In diesen Momenten ist sie unheimlich nervig und unnötig laut. Zudem wirkt sie in manchen Szenen so unglaublich dumm, dass es einem schon weh tut.

Wenn man einmal von der schweigsamen Art von Uehara Hisashi absieht, ist er der perfekte Mann. Er ist groß, gutaussehend, fleißig, hartarbeitend, verlässlich und Klassenbester. Abgesehen davon ist er ein Eigenbrödler und Stiesel, der im Laufe der Handlung langsam auftaut.

Das Zusammenspiel von beiden macht tatsächlich Spaß und Lust auf mehr. Sowohl das ewige Gezanke als auch die freundlichen Momente wissen zu unterhalten und bieten witzige Momente.

1. Staffel

So überzeichnet die Darstellung auch sein mag, zeigt sie dennoch ein unheimlich interessantes Bild von der japanischen Gesellschaft und dem Schulsystem. Die moralischen Gepflogenheiten und die Alltagsmomente sind interessant zu betrachten. Es macht viel Spaß das Zusammenspiel der beiden WG-Partner zu verfolgen. Zudem war die angedeutete Menage a Trois mit ihrem besten Freund Shinozaki Daichi sehr spannend. Meine Lieblingsmomente in der Staffel spielten sich bei Naos Nebenjob im Ramen-Lokal ab. Dort wirkten die Menschen noch normal und freundlich. Ihr Kollege Sata Issei war so unheimlich sympathisch, dass ich gerne noch mehr von ihm gesehen hätte.

2. Staffel

Weiter geht es mit dem Sequel Good Morning Call: Our Campus Days und beschäftigt sich mit den Ereignissen nach dem Schulabschluss auf der Universität. Mittlerweile wohnen Nao und Uehara Tür an Tür im Wohnheim. Warum beide zusammen gefunden haben, kann ich nur von ihrer Seite aus verstehen. Charakterlich haben sich beide nicht weiter entwickelt. Nao ist genauso wie in der vorherigen Staffel und hat noch zusätzlich ein geringes Selbstbewusstsein entwickelt. Uehara ist perfekt wie immer und dazu noch unheimlich in seine Freundin verliebt. Alles könnte perfekt sein, wenn man kommunizieren würde. Nachdem Issei in dieser Staffel nicht wieder auftaucht, kommt Natsume Shu als neuer bester Freund ins Spiel. Mit seinem charmanten Charakter sorgt er für ordentlich Aufregung und bringt knistern ins Spiel. Ich mochte ihn unheimlich gern.

Unheimlich fertig gemacht, hat mich die Folge, wo Nao gezwungenermaßen bei Uehara Übernachten muss. Ihr Gekreische war soviel, so laut, so unnötig, so unangemessen und so übertrieben, dass ich am liebsten eine geschallert hätte. Wenn ich an die Serie zurück denke, sehe ich auch nur diesen furchtbaren Moment vor meinen Augen. Der hat mich geknackt.

Fazit

Insgesamt betrachtet, gab es unheimlich viele Momente, die einen verwundert zurück gelassen haben. Ich weiß nicht, ob es an den gesellschaftlichen Unterschieden oder einem verqueren Drehbuch liegt. Tatsächlich hat mich die Serie so gut unterhalten, dass ich zu Ende schauen wollte. Jedoch waren die beiden Hauptcharaktere nicht mein Ding. Während Uehara in der zweiten Staffel deutlich sympathischer wurde, wusste Nao nur noch zu nerven. Ich konnte ihren Charakter am Ende einfach nicht mehr ertragen und deswegen gibt es auch nur 5/10 Punkte.

Good Morning Call eignet sich wunderbar für Fans von Mischievous Kiss: Love in Tokyo und Attention, Love!.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Fukuhara Haruka (Koe Girl) als Yoshikawa Nao, Shiraishi Shunya (Higanjima) als Uehara Hisashi, Sakurada Dori (Perfect Crime) als Shinozaki Daichi, Ito Kentaro (Are you ready? Hey you Girl!) als Sata Issei, Sugino Yosuke (Atarashii Osama) als Natsume Shu

Regie: Fujio Takashi

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