Memories of the Alhambra 알함브라 궁전의 추억

Memories of the Alhambra ist eine südkoreanische Science Fiction-Serie aus dem Jahr 2018 mit insgesamt 16 Episoden a 60 Minuten.

Thema: CEO einer Spiele-Firma wird Teil seines neuesten Projektes

DC0F56B3-49A2-42A1-B377-123E00983ABA
Via Dramalist

Diese Serie machte mich durch den Trailer neugierig, der viele fantastische Bilder aufzeigte. Die Geschichte klang äußerst experimentell und neuartig. Tatsächlich musste ich im ersten Moment an W: Two Worlds denken, die auch komplett neue Wege gegangen ist. Trotz der anfänglichen Lobeshymnen herrschte vielerorts große Unzufriedenheit das Ende betreffend. Einerseits weckte das meine Neugier, andererseits erwartete ich Schlimmes. Auf dem Weg in den Urlaub vertrieb ich mir meine Zeit im Flixbus dann doch mit dieser Serie.

Worum geht es in Memories of the Alhambra?

Eines Tages erhält der erfolgreiche CEO Yoo Jin-Woo einer Spiele-Firma einen Anruf von einem unbekannten, jungen Mann, der ihm sein von ihm erschaffenes AR game zum Kauf anbietet. Um ihn zu treffen, fährt er nach Granada in ein Hostel und trifft dort auf die überarbeitete Schwester des Programmierers. Als der Junge verschwunden bleibt, taucht der CEO auf eigene Faust in das revolutionäre Spiel ein.

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich bietet die Serie eine komplexe Geschichte voller Spannung, die neue Pfade beschreitet. Der Großteil der Handlung folgt dem CEO dabei, wie er das Spiel erkundet und bei den Level aufsteigt. Dabei wird nicht chronologisch, sondern in Zeitsprüngen erzählt. Auf diese Weise werden oftmals neue Informationen früh in den Raum gestellt, aber meist nicht näher erklärt.

Die Spielsequenzen aus der eigenen als auch aus der Fremdperpektive unterhalten und machen verschiedene Ebenen auf. Während für den Zuschauer die Figur des CEO eindeutig ist, zweifeln die Charaktere der Serie auf Grund unterschiedlicher Gründe am ihm und verkomplizieren die Handlung dadurch zusätzlich.

Memories of the Alhambra bietet neben wunderschönen Bildern und Kulissen einem sehr schönen Soundtrack. Die Geschichte bleibt stetig spannend und lässt einen ordentlich mitfiebern. Durch die an unterschiedlichen Stellen gegebenen Informationen kann man als Zuschauer sich das Geflecht selber zusammen dröseln und mitraten.

Durch diese komplexe Handlung findet man hier einen gelungenen Genremix. Durch den Verlauf des Spiels lassen sich unzählige SciFi-Elemente mit fantastischen Kulissen finden. Der männliche Hauptcharakter verbringt sein Leben zwischen Thriller und Actionfilm. Der weibliche Gegenüber sitzt im Drama fest und hofft auf eine Romanze, die in dieser Serie wirklich nur nebensächlich ist.

Die Schauspieler wissen zu überzeugen. Insbesondere Hyun Bin als CEO polarisiert in seiner Rolle. Man weiß ihn nie komplett einzuordnen und fragt sich, ob noch weitere Motive im Hintergrund lauern. Dieses Problem findet sich bei allen Charakteren in der Chefetage. Doch es gibt auch einen Lichtblick. Ein kleines Highlight der Serie ist in jedem Fall die Bromance von Jin-Woo und seinem Assistenten. Diese entlockte mir die meisten Emotionen.

Ist das Ende wirklich so schlecht? [Spoiler]

Offen gesagt, verstehe ich warum eine gewisse Ernüchterung bei einigen Zuschauern am Ende einsetzt. Die Serie schließt nicht mit dem, von KDramas gewohnten, offensichtlichem Happy End. Dennoch habe ich es als positiven Ausgang empfunden.

Es ist nicht der Fall, dass mir das Ende nicht gefallen hat. Vielmehr ließ es mich mit unerwartet vielen Fragen und wenig passenden Antworten zurück. Ich zweifelte an mir, ob ich nicht richtig aufgepasst hätte und die gelieferten Prämissen einfach übersehen habe. Zudem meinte ich einen Logikfehler entdeckt zu haben. Noch lange nach dem Sichten beschäftigte mich das Ende und ließ mich durch die Foren streifen.

Am Ende hatte ich Glück und stieß auf eine wunderbare Erklärung von einem Fan, der die Serie extra vermehrt gesichtet hatte, um eben jene versteckten Antworten ans Licht zu bringen. Dies bewies, dass wirklich alle Fakten in der Show geliefert worden sind, jedoch in dem Moment des Sichtens nicht offensichtlich waren. Meine Fragen wurden beantwortet und ich empfinde das Ende dadurch noch als positiver. [Spoiler Ende]

Fazit

Insgesamt betrachtet, lohnt sich das Sichten der Serie. Sie betritt neue Pfade und überzeugt durch Drehbuch und Bilder. Die Interaktion der Figuren ist spannend und liefert einige unvergessliche Momente. Das Ende ist konsequent in der Mitte gelegen. Nicht zu positiv, aber auch nicht negativ. Wenn man ein einfaches gewohntes Happy End erwartet, ist man hier falsch. Ist man jedoch offen für alles, kann man durchaus Spaß mit der Sendung haben. Da mir der Handlungsstrang um Jin-Woos erste Frau und seinen Ziehvater garnicht gefallen hat, muss ich Punkte anziehen und gebe solide 7/10 Punkte.

Memories of the Alhambra eignet sich wunderbar für Freunde von neuartigen Serien im Stil von W: Two Worlds und Stranger.

Interessierten können die Serie auf Netflix Sichten.

Darsteller: Hyun Bin (Secret Garden) als CEO Yoo Jin-Woo, Park Shin Hye (Pinocchio, The Heirs) als Jung Hee-Joo, Park Hoon (Oh My Ghost, Descendants of the Sun) als Chy Hyung-Seok, Kim Eui-Sung (W) als Cha Byung-Jun

Drehbuch: Song Jae-Jung

Regie: Ahn Gil-Ho

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s