Left Me Behind/Ting Wai Klang Tarng ทิ้งไว้กลางทาง

Left Me Behind ist eine thailändische Dramaserie aus dem Jahr 2015 mit insgesamt 4 Folgen a 45 Minuten. Die Serie basiert auf einem Liedtext von der Band Potato.

Thema: Wiedersehen der Jugendliebe in der Umbruchphase

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Via Dramalist

Auf der Suche nach einer kurzen thailändischen Serie bin ich dank My Drama List auf dieses Drama gestoßen. Dabei fand ich heraus, dass die Show auf dem Erfolgshit der Band Potato basiert. Alle Mitglieder haben wirken in der Sendung mit. Dabei übernimmt der Lead-Sänger die Hauptrolle. Da es sich um ein Bonusprojekt aus der Musikindustrie handelt, erwartete ich nicht viel. Ohne weiteres Vorwissen machte ich mich ans Sichten.

Worum geht es in Left Me Behind?

Perapol ist es seit seiner Kindheit gewohnt alleine durchs Leben zu gehen. In seiner Jugend wurde er von seinen Mitschülern nicht beachtet. Als er eines Tages die junge Khemsuda kennenlernt, wendet sich das Blatt. Beide schließen eine enge Freundschaft und verbringen jede freie Minute miteinander. Als Khem eines Tages wegzieht, verlieren beide den Kontakt zueinander. Die Jahre vergehen und Pe kann Khem nicht vergessen. Durch Zufall treffen sich beide nach zehn Jahren wieder und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Lohnt sich die Serie?

Obwohl die Hauptrollen nicht mit ausgebildeten Schauspielern besetzt sind, entfaltet sich das Drama sehr gut. Der Einstieg wirkt ein wenig unbeholfen und irritiert. Durch die Kamera-in-der-Kamera war ich erst verwirrt und dachte, dass ich eine Dokumentation erwischt habe. Doch gleich danach beginnen die Rückblenden und werfen einen geradezu in die Handlung rein.

Die Serie spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen erleben wir die Erlebnisse aus Kindertagen und zum anderen die aktuelle Zeitebene als Erwachsene. Diese Mischung funktioniert sehr gut und lässt das Drama lebendig wirken. Zudem werden bestimmte Momente dadurch ohne viel Reden geklärt.

Das Wiedersehen der beiden Charakter verläuft komödiantisch und bietet niedliche Momente. Die Chemie der beiden stimmt, obwohl es von Ihrer Seite deutlich überzeugender wirkt als von seiner. Das mag jedoch auch dem Rollenbild geschuldet sein. Pe ist ein introvertierter, fleißiger Kerl, der für die Liebe zur Musik lebt. Er hat mehrere Jobs, die ihn über Wasser halten und nur einen kleinen Freundeskreis. Durch seine zurückhaltende Art wird er von seiner Umgebung oft nicht wahrgenommen. Khem hingegen ist eine extrovertierte Augenweide, die es weiß Menschen mitzureißen. Durch die Trennung von ihrem Ex ist sie komplett im Liebeschaos gefangen und vergießt mehr Tränen als sie müsste.

Das Wiedersehen der beiden verläuft ruhig. Die gemeinsamen Momente sind harmonisch. Doch als das Thema Träume verwirklichen aufkommt, läuft es recht schnell gegen den Baum. Beide Lieben sich und das merkt man auch. Le leidet wie der letzte Hund und Khem versteht ihn nicht. Somit bringen die letzten beiden Episoden ordentlich Drama und Herzschmerz mit sich. Das muss man mögen.

Original-Ende oder Alternatives Ende?

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, besitzt die Serie zwei verschiedene Enden. Das Original-Ende kommt äußerst düster daher und fügt sich der melancholischen Stimmung der letzten beiden Episoden. Das wirkt als Konsequenz zwar logisch und realistisch, aber auch traurig uns negativ. Man fragt sich, ob man die ganze Situation nicht hätte anders lösen können. Wenn die Liebe so stark ist, warum können sie es nicht gemeinsam überwinden?

Das Alternative Ende soll deutlich mehr Hoffnung machen und gibt dem Zuschauer einen Lichtblick. Es deutet an, dass es die wahre Liebe gibt und beide einander ein Jahr lang nicht vergessen konnten. Wenn man jedoch zu sehr darüber nachdenkt, wirkt auch dieses Ende bittersüß. Sie kehrt zurück und er muss gehen. Auch hier verpassen sich beide. Warum muss die Serie so realistisch enden?

Fazit

Tatsächlich wirft die Serie einen realistischen Blick auf Beziehungen. Auch wenn die Liebe groß genug ist, kommen einem die Widrigkeiten des Alltags immer wieder dazwischen. Wenn man jemanden wirklich liebt, kann man ihn dann überhaupt von seinem Traum abhalten oder wird man zum neuen Traum? Die Serie versucht diese Fragen ehrlich zu beantworten und geht auch mit dem nötigen Ernst an die Sache heran. Die Schauspieler machen ihren Job gut und wissen zu überzeugen. Wie nicht anders zu erwarten, bietet die Serie schöne Club-Kulissen und einen fantastischen Soundtrack. Da mir das Ende jedoch ein wenig zu zäh wirkte, gebe ich 7/10 Punkte.

Ting Wai Klang Tarng ist ein realistisches Liebesdrama im Stil von Everwood und October Road.

Interessierte können die Serie auf Dailymotion streamen.

Darsteller: Baitoei Zuvapit Traipornworakit (It’s Complicated, Gang Kao Kayao Krua) als Khemsuda, Patchai Pakdesusuk als Perapol, Nut Devahastin (Majurat Holiday, Sot Stories) als Pon

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