Quicksand – Im Traum kannst du nicht lügen/Störst av allt

Quicksand ist eine schwedische Drama-Serie aus dem Jahr 2019. Sie umfasst 6 Folgen a 45 Minuten. Die Produktion basiert auf dem gleichnamigen Roman von Malin Persson Giolito.

Thema: Betrachtung einer vermeintlichen Amokläuferin

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©️Netflix

Als ich das erste Mal von dieser Serie gehört habe, war ich sehr gespannt darauf sie zu sehen. Nicht zu letzt deswegen, weil sie sich mit einem sehr ernsten Thema wie Amoklauf an Schulen auseinander setzt. Weiterhin war ich gespannt auf den nordischen Erzählstil. Skandinavische Produktionen lassen sich meist gerne Zeit und werfen einen direkten Blick auf die Situation. Ob das auch hier so ist?

Worum geht es in Störst av allt?

In einem reichen Viertel Stockholms kam es in einer Schule zu einer Schießerei. Vor Ort wird inmitten der Leichen die 18-jährige Schülerin gefunden und unter anderem wegen Mordes angeklagt. Die Serie zeigt durch verschiedene Zeitebenen den ganzen Fall auf.

Lohnt sich die Serie?

Wer sich mit kontroversen Themen wie diesem auseinander setzen möchte, sollte diese Serie wirklich schauen. Skandinavische Produktionen mit ihrem typischen ruhigen Stil sind perfekt geeignet so eine Dramatik näher zu beleuchten.

Die Serie hält sich ganz an den sachlich, nordischen Stil. Es wird nur gezeigt was notwendig ist und sich gänzlich auf Maja konzentriert. Man sieht ihre Erlebnisse vor und während des Gefängnisaufenthaltes. Dabei werden einem nüchtern die Fakten des Geschehenem präsentiert. Man erfährt nichts über das aktuelle Gefühlsleben oder die Tiefe der Emotionen überhaupt. Das baut die Spannung auf. Durch diese statische Erzählstruktur bleibt die Rolle von Maja lange im Dunkeln und man muss sich als Betrachter ein eigenes Bild erstellen.

Die Handlung vollzieht sich chronologisch. Sie beginnt mit Majas Verhaftung am Tatort, ihre Untersuchungshaft, ihr Gefängnisaufenthalt und später die Verhandlung. Parallel dazu sehe wir ebenfalls chronologisch gehaltene Rückblenden über die Beziehung von Sebastian und Maja. Zwei unbeschwerte Teenager aus reichem Elternhaus mit unterschiedlichen Sorgen und Problemen.

Maja ist ein lebenslustiges, durchschnittliches Mädchen. Sie ist gut in der Schule, jobbt nebenbei und möchte nach ihrem Abschluss in den USA studieren. Ihre beste Freundin ist die oberflächliche, aber liebenswürdige Amanda. Weiterhin versteht sie sich gut mit ihren Klassenkameraden, pflegt jedoch keine engeren Freundschaften weiterhin.

Sebastian ist ein chaotischer, verwöhnter Mann. Er genießt das Leben ohne Grenzen und leidet unter seinem ablehnenderes Vater. Er rebelliert viel und interessiert sich nicht für die Schule. In Maja findet er seine große Liebe und Verbündete.

Während die Beziehung harmonisch startet, beginnen Alltagsprobleme immer weiter Einzug zu halten. Andere Liebschaften und Drogen verändern das Klima deutlich und legen den Grundstein für die Katastrophe.

Die Darsteller sind alle klasse. Sie vermitteln ihre Rollen sehr gut und erwecken viel Empathie. Die Serie macht deutlich, dass Geld nicht alles ist. Überall warten Grauzonen. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß. Der Stil der Inszenierung ist sehr gut. Zwar wird es ruhig erzählt, dennoch verfliegen die Episoden wie im Flug. Das Thema wird mit dem nötigen Ernst behandelt und nicht einseitig verteufelt. Der Umgang verschiedener Betroffener zweigt die Bandbreite an Emotionen nach einem externen Eingriff.

Fazit

Die Serie lohnt sich auf jeden Fall und unterhält. Neben ihrem kurzweiligen Konzept regt sie zum grübeln und nachdenken an. Die Spannung wird kontinuierlich aufrecht erhalten. Die Sympathie mit den Hauptcharakteren schwankt mit der gegebenen Transparenz. Für mich war das Ende sogar überraschend. Ich habe etwas anderes erwartet und war sehr angetan. Auch wenn es interessant wäre zu wissen wie es weitergeht, funktioniert die Serie auch mit nur einer Staffel. Mal schauen was die Zukunft bringt. Insgesamt bekommt die Sendung 8/10 Punkte und lädt damit zum Sichten ein.

Quicksand eignet sich sehr gut für Fans von realer Dramatik, die man auch findet bei Broadchurch und Utøya.

Interessierte können die Serie nur auf Netflix streamen.

Darsteller: Hanna Ardéhn als Maja Norberg, Felix Sandman als Sebastian Fagerman, William Spetz als Samir Said, David Dencik als Peder Sander

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Ich mag den ruhigen Stil der skandinavischen Serien. Es plätschert so hin und dann kommt die Schaufel und zieht dir einen drüber 😆

    Gefällt 1 Person

    1. Carli Sun sagt:

      Tatsächlich mag ich den Stil auch. Jedoch laufen aus der Ecke vermehrt Krimiserien, die much nicht wirklich reizen. Deswegen habe ich aus der Ecke leider nich nicht soviel gesehen, wie ich es gerne würde.

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