Der Stolz des Löwen/Lion Pride 獅子王強大

Lion Pride ist eine Taiwanesische Dramedy-Serie von 2017 mit insgesamt 16 Folgen a 65 Minuten.

Thema: Zwei Lehrer werden von ihrer Vergangenheit eingeholt

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Via Dramalist

Worum geht es in Lion Pride?

Es geht los mit einer misslungenen Razzia. Vor Ort geraten ein begabter Matheprofessor und eine erfolglose Antiquitätenschätzerin aneinander. Jedoch kann ihr Streit auch mit Hilfe der Polizei nicht geschlichtet werden. Umso schwieriger wird es als beide an der gleichen Schule als Lehrer anheuern und eng zusammen arbeiten müssen. Dabei zeigt sich nicht nur wie unterschiedlich die beiden sind, sondern auch das sie enger miteinander verbunden sind als ihnen lieb ist.

Lohnt sich die Serie?

Tatsächlich ist das meine erste Taiwanesische Serie bei der ich zwischenzeitlich das Interesse verloren habe weiter zuschauen. Die Charaktere sind zwar nett konstruiert, doch überzeugen sie nicht gänzlich. Sie blieben mir zu flach. Ich merkte über die Episoden hinweg, dass mich ihre Geschichte nicht gefangen nahm. Das finde ich schade, da durch den Kriminalfall viel Potential gegeben war.

Die Serie bietet viele komödiantische Aspekte durch die Dialoge und der teilweise überzeichneten Darstellung. Somit nimmt sie sich nicht zu ernst. Dennoch wird die Familiengeschichte der beiden Hauptcharaktere so ernst und dramatisch präsentiert, dass es nicht zum Stil der Serie passt. Das wirkte auf mich verwirrend. Zudem konnte ich wenig Empathie zu den Figuren aufbauen, weil sie manchmal so verquer handelten, dass ich ihre Motivation nicht nachvollziehen konnte.

[Spoiler] Wang Qiang Ta ist ein berühmter und allseits beliebter Matheprofessor, der für seinen hohen Intellekt bekannt ist. Er hat nur einen Freund und das reicht ihm auch, da er sozial wenig interessiert ist. Sein Lebensziel richtet sich darauf aus die Unschuld seines verstorbenen Vaters zu beweisen, der fälschlicherweise als korrupter Polizist beschuldigt wurde. Dabei ist er so fixiert auf sein Ziel, dass es mich manchmal wundert warum sein Umfeld das in dem Maße überhaupt zulässt.

Wang Qiang Wei ist eine erfolglose junge Frau, die noch immer an den Folgen eines Traumas aus ihrer Kindheit leidet. Durch Zufall erhält sie die Stelle als Lehrerin und ist immerwährenden Vergleichen mit dem arroganten Matheprofessor ausgesetzt. Nachdem sie Gefühle für ihn entwickelt, wandelt sie sich zum kontinuierlich verständnisvollen Roboter. Natürlich ist man in der Verliebtheit nachsichtiger, aber bei ihr geht es zu weit. Ich konnte im letzten Drittel der Serie ihre Handlungen nicht mehr nachvollziehen. Das hat mich genervt.

Dann haben wir noch die Figur Tie Bu Fan. Den mochte ich am liebsten. Er ist Ermittler bei der Polizei und der beste Freund von Wang Qiang Da. Beide ermitteln gemeinsam im Mordfall von Das Vater. Es war kurios wie oft Fan seinen Kumpel mit zu offiziellen Polizeiermittlungen oder Tatorte mitgenommen hat. Teilweise fanden ganze WG-Ausflüge zu den Hauptverdächtigen statt, was mich wirklich irritierte. Dennoch ist Fan ein unheimlich liebenswerter fast kindlicher Charakter. Seine Verliebtheit in Wei war teilweise viel zu viel und nervig. Ich war froh als der Abschnitt hinter uns lag. Das Zusammenspiel mit seinem unterstellten Polizisten ist wirklich sehenswert und hat ordentlich Spaß gemacht. Das war für mich der beste Teil der Serie. Ansonsten ist die Beziehung zu seiner neuen „Liebschaft“ Lian Si Te äußerst sehenswert und besser als das Hauptpaar, da diese sich permanent vor Dritten schwulstige Liebesgeständnisse ausführlich erklären. Das ist ermüdend. Trotzdem wurde es auch hier zum Ende unnötig dramatisch durch Si Tes Krankheit und Gewissensbisse.

Der Kriminalfall war auch nur semi-interessant für mich. Zum einen war er recht schnell zu durchschauen und zum anderen fehlte dem Opfer, sprich Wei selbst, gefühlt das Interesse an der Aufklärung. Ich vermutete den Täter bereits in Folge 3 und hatte am Ende bedauerlicherweise auch noch recht. Schade. [Ende Spoiler]

Das Setting und die Kulissen sind ganz schön. Die Mode ist hochwertig wie immer. Die Herren sind sehr gut angezogen, die Frauen komisch. Der Soundtrack ist in Ordnung.

Fazit

Leider hat mich die Serie nicht abgeholt. Ich konnte weder Interesse für die Figuren als auch Spannungsgefühle in Bezug auf den Kriminalfall entwickeln. Die Handlungen der Charaktere waren nicht nachvollziehbar und unlogisch. Der Fall war zu offensichtlich und leicht durchschaubar. Obwohl ich romantische Aspekte in Serien mag, war mir das Hauptpaar zu schwulstig und die langen statischen Liebeserklärungen zu unnötig. Ich kann nicht beurteilen woran es lag, aber die Sendung hat mir insgesamt nicht gefallen. Durch die zweite Hälfte der Serie habe ich mich beinahe schon gequält und war froh als es vorbei war. Tatsächlich hatte die SED und viel Potential, dass nicht ausgeschöpft worden ist. Leider kann ich nur 4/10 Punkte vergeben. Jedem, dem die Serie besser gefallen hat, bitte ich um Kommentare und Meinungen. Darüber würde ich mich sehr freuen!

Lion Pride ist eine romantische Krimiserie und gut geeignet für Freunde von Residue und Ascension.

Interessierte können die Serie sowohl auf Netflix als auch auf Rakuten Viki streamen.

Darsteller: Yen Tsao als Wang Qiang Ta, Amanda Chou (Love @ Seventeen) als Wang Qiang Wei, Kevin Liu als Tie Bu Fan, Peace Yang als Lian Si Te

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