Erased 僕だけがいない街

Erased ist eine japanische Fantasy-Serie aus dem Jahr 2017. Sie umfasst insgesamt 12 Episoden a 30 Minuten und basiert auf dem erfolgreichem Manga Boku Dake ga Inai Machi (dt. Die Stadt, in der es mich nicht gibt) von Kei Sambe.

Thema: Mann reist 18 Jahre zurück in die Vergangenheit um eine Mordserie zu verhindern

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Via Dramalist

Diese Serie ist tatsächlich die erste japanische Serie, die ich gesehen habe, die mir auf Anhieb gefallen hat. Leider kann ich nicht beurteilen, ob es daran liegt, dass ich mich mittlerweile an den japanischen Stil gewöhnt habe oder ob die Serie sich in der Inszenierung auch stark an westlichen Maßstäben orientiert. In jedem Fall kannte ich weder Manga noch Anime vor dem Sichten. Der Plot ist in jedem Fall interessant und sehenswert.

Worum geht es in Erased?

Satoru Fujinuma träumt mit seinen 29 Jahren von einer Karriere als Manga-Autor. Um diesen Traum zu erreichen, hält er sich als Pizzafahrer über Wasser und lebt ein einsames Leben ohne Freunde. Zudem hat er eine besondere Fähigkeit, die ihm ermöglicht in die Zeit zurück zu reisen um schlimme Begebenheiten zu verändern. Eines Tages vollzieht er einen Zeitsprung, in dem er nicht das Problem finden kann. Ohne sein Wissen entdeckt seine Mutter den Fehler und wird daraufhin ermordet. Als Satoru ihre Leiche findet, läuft er in eine Falle und wird zum Hauptverdächtigen. Auf der Flucht gelingt ihm ein Zeitsprung, der ihn 18 Jahre zurück in die Vergangenheit bringt. Dort hat er die Chance das Leben seiner Mutter und seiner ehemaligen Mitschüler, die gewaltsamen Morden zum Opfer gefallen sind, zu retten. Wird es ihm gelingen?

Lohnt sich die Serie?

Auf jeden Fall! Die Idee der Serie ist sehr interessant. Die Inszenierung ist spannend. Die Charaktere gehen in die Tiefe. Die Schauspieler spielen erstklassig. Vor allem der zehnjährige Satoru. Das Tempo variiert zwischen langsamen Erzählstil und schnellen Spannungssequenzen. Die Serie bietet, wie man es von Japanern gewohnt ist, wunderschöne visuelle Einstellungen und Bilder, die einem Anime gleichen. Das Katz-und-Maus-Spiel ist äußerst sehenswert, obwohl man sehr schnell ahnt, wer der Täter sein könnte. Zumindest ging es mir so.

Insbesondere bei Thriller-Serien bin ich sehr durch die amerikanischen Produktionen geprägt. Diese sind zwar unterhaltsam und schön inszeniert, jedoch meistens nach einem sehr ähnlichem Schema konstruiert. Ansätze dessen findet man hier auch. Dennoch stehen die Figuren und Bilder im Fokus. Was ich bei japanischen Produktionen immer wieder beeindruckend finde, ist das sie immer eine Möglichkeit finden das Tempo für einen Moment zu stoppen und sich die Zeit für einzigartige Bildsequenzen nehmen. Dieses Spiel mit der Inszenierung wird hier mit den Schneeszenen vorangetrieben und kombiniert mit irrealen Szenen, die dennoch auf ihre Art komplett realistisch wirken. Beispiele dafür wären der Baum, der Spielplatz bei Nacht und natürlich das Feuerwerk.

Zudem finde ich es sehr angenehm, dass der Hauptcharakter trotz seiner Bemühungen nicht als perfekter Held inszeniert worden ist. Er ist ein Mensch, der versucht immer das Beste zu geben, aber selbst ebenfalls nicht frei von Fehlern ist. Die Dynamik zwischen ihm und seiner Mutter hat mir sehr gut gefallen. Es wird deutlich wie unterschiedlich in beiden Zeitlinien das Verhältnis zueinander verläuft und wie der Butterfly-Effekt immer wieder zuschlagen kann.

Fazit

Wie man bereits herausgehört hat, hat mir die Serie recht gut gefallen. Das Lied vom Abspann ist ein absoluter Ohrwurm und macht Freude. Natürlich lebt die Sendung davon das große Mysterium zu lösen. Aus diesem Grund werde ich die Serie so schnell nicht wieder erneut Sichten. Die Darsteller haben mir sehr gut gefallen und mir ist mal wieder bewusst geworden wie gerne ich doch die japanische Sprache höre. Mir gefallen die ernsten Inszenierungen von der Insel sehr gut. Jedoch sind manche Produktionen gewöhnungsbedürftig und nicht so gut für den Einstieg geeignet. Das ist hier nicht der Fall. Da mir die Serie viel Freude bereitet hat, gebe ich 8/10 Punkte.

Erased ist gut für Fans von Black und Kakegurui – Das Leben ist ein Spiel geeignet.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Yûki Furukawa (Harassment Game, Love Rerun, Mischievous Kiss: Love in Tokyo) als Satoru Fujinuma, Tomoka Kurotani (Double Tone, Hot Man) als Sachiko Fujinuma, Reo Uchikawa als 10 YO Satoru Fujinuma, Shigeyuki Totsugi (Good Doctor, Death Cash) als Gaku Yashiro

Regie: Shimoyama Ten

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