Oh My Ghost ผีป่วนชวนมารัก

Oh My Ghost ist eine Thailändische Comedyserie von 2018 mit 16 Episoden a 65 Minuten. Sie ist ein Remake der südkoreanischen Produktion gleichen Namens von 2015.

Thema: Vom Geist besessenes Mauerblümchen muss strengen Chef verführen

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Via Dramalist

Diese Serie hatte ich schon länger auf meiner Agenda. Obwohl ich in vielen verschiedenen Foren gehört hatte, dass das koreanische Original deutlich besser sein soll, entschied ich mich für die Thailändische Auslegung. Zum einen wollte ich endlich einmal eine Produktion aus dem Land erleben und zum anderen war ich gespannt auf das dort dargestellte Lebensbild. Das ist ein Hauptgrund warum ich so gerne internationale Serien schaue: die Darstellung des dortigen Lebens interessiert mich. Damit meine ich nicht perfekte Kulissen, sondern klassische Elemente. Mode. Essen. Kulissen. Straßen. Stadtaufnahmen. Sprache. Trends.

Weiterhin wurde vermehrt angeprangert, dass diese Serie eine exakte Kopie vom Drehbuch sein soll. Da ich bereits genug koreanische Serien auf meiner Liste habe, wurde es Zeit Thailand eine Chance zu geben.

Der Plot hat mich erst abgeschreckt, weil er wirklich dumm klang. Jedoch konnte ich die vielen positiven Rezensionen zu dieser Sendung nicht komplett ignorieren und entschied der Sache eine Chance zu geben.

Worum geht es in Oh My Ghost?

Jiew ist eine junge Frau, die im erfolgreichen Bistro des Starkochs Artit als Küchenhilfe arbeitet. Seit ihrer Geburt kann sie Geister sehen und ist dadurch permanent verängstigt. Ihre Unsicherheit bringt sie und ihre Kollegen immer wieder in unnötige Probleme, weswegen sie nicht sehr beliebt ist. Zudem ist sie heimlich in ihren strengen Chef verliebt. Dieser macht ihr eines Tages eine harte Ansage, weswegen sie beschließt zu kündigen.

Parallel wird der flippige Geist Khaopun von einer Schamanin gejagt, weil sie immerzu Unruhe stiftet. Sie versteht nicht warum sie nicht ins Jenseits fahren darf und vermutet ihre bestehende Jungfräulichkeit als Ursache. Um das Problem zu lösen, schlüpft sie auf der Flucht in Jiews Körper. Von nun an trotzt diese vor der Außenwelt nur noch vor Selbstbewusstsein und ist reichlich bemüht ihren Chef ins Bett zu bekommen.

Lohnt sich die Serie?

So blöd wie der Plot klingt, kommt er doch ganz gefällig daher. Die Grundlage eignet sich wunderbar für eine Komödie und sorgt für niedliche Momente mit Lachgarantie. Die Charaktere sind mit ihren Eigenarten recht sympathisch. Während ich Artit, der von allen Sun genannt wird, und seine skurrile Küchencrew unglaublich sympathisch auf ihre Art fand, ging es mir mit der Damenwelt nicht immer so.

Die Darstellung von Jiew war interessant. Ihre schüchterne Art fand ich recht schnell nervig und Zuviel. Ihre flippige Art hingegen wechselte zwischen total sympathisch und „Was ist nun los?“. Während es am Anfang noch Spaß macht, wird zur Mitte der Serie die Figur sehr anstrengend. Das beruhigt sich zum Ende wieder. Ich mochte es wie sie immer „Chef“ sagte. Das war ein Ohrwurm.

Khaopun hat mir als Geist super gefallen und das machte sie mir gleich sympathisch. Die ganze Geschichte mit ihrer Familie war auch sehr interessant. Deswegen fand ich es immer irritierend, sobald Jiew den überdrehten Geist in sich hatte, während der Geist in seiner normalen Form deutlich gemäßigter war.

Die Geschichte um Muadprin war spannend und interessant. Zwar konnte man spätestens nach der Hälfte der Serie schon sehen, wohin es sich entwickeln wird, doch das änderte nichts am Spaßfaktor.

Die Chemie der Charaktere fand ich in Ordnung. In vielen Foren wurde es angeprangert, dass hier keine vorliegt. Das sehe ich nicht so drastisch. Zudem ist sich die Serie ihres Erbes bewusst, in dem sie immer wieder Anspielungen auf die Originalserie macht. Die offensichtlichste davon findet sich in Folge 11 als Jiew Sun darauf hinweist, dass er aussieht wie der koreanische Schauspieler Jo Jung-suk.

Die Kulissen sind farbenfroh und fröhlich gestaltet. Die erwarteten Bildsequenzen von Bangkok fand ich interessant und nicht zuletzt war es auch spannend die Thailändische Sprache zu hören.

Fazit

Oh My Ghost ist eine unterhaltsame Komödie mit Krimielementen. Es wird nicht langweilig die Serie zu schauen und unterhält sehr gut. Die Schauspieler überzeugen nur bedingt, aber da sich die Serie selbst nicht zu ernst nimmt, ist das in Ordnung. Gemäß meiner Erfahrung befinden sich Netflix-Produktionen gerne im mittelmäßigen Bereich. So ist es auch hier. Jedoch gefiel mit der Abdruck des Alltagslebens. Deswegen wird es nicht meine letzte thailändische Serie gewesen sein. Insgesamt gebe ich entspannte 7/10 Punkte.

Oh My Ghost eignet sich wunderbar für Liebhaber von My Amazing Boyfriend und Hexenliebe – Witch’s Love.

Interessierte können die Serie auf Netflix streamen.

Darsteller: Noona Nuengtida Sophon als Jiew, Gypsy Keerati Mahapreukpong als Khaopun, Pae Arak Amornsupasiri (My Girl, In Time With You) als Artit/Sun, Nat Sakdatorn (Friendzone) als Muadprin

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