KDrama 한국드라마

Oder Was  man über koreanische Serien wissen sollte

Quelle: dramamilk.com

Allgemeines

KDramas haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und werden in Südkorea produziert. Während sie sich im asiatischem Raum bereits seit den 1960er Jahren behaupten können, erreichten sie die westlichen Gefilde erst mit dem Aufkommen der Streamingdienste. Im Export sind China und die USA die Hauptabnehmer. Die Downloadrate der Shows steigt stetig. Durch diesen immensen Erfolg kaufen immer mehr Sender aus weiteren Ländern diese Serien ein. International gelten KDramas bereits seit Jahren als Kult.

Wer in Deutschland schauen möchte, kann Netflix, Rakuten Viki oder DramaGo nutzen.

Quelle: dramabeans.com pinterest.com asianwiki.com

Was unterscheidet KDramas von US-Shows?

Obwohl beide Dramen sehr erfolgreich sowohl in ihrem Heimatland als auch im Export sind, weisen sie dennoch signifikante Unterschiede auf. Diese möchte ich in einer kurzen Auflistung einmal vorstellen.

  • Sendedauer KDramas haben in der Regel eine abgedrehte Staffel. Nach dieser endet die Serie. Fortsetzungen sind selten und untypisch. Die Anzahl der jeweiligen Folgen kann zwischen 10 und 50+ variieren. / Die Amerikaner entscheiden jährlich durch das Sendernetzwerk über die Verlängerung der Serie aufgrund der Einschaltquoten. Die klassische Staffellänge reicht von 10 bis 22 Folgen.
  • Regie In Korea ist es normal für die komplette Länge der Serie einen festen Regisseur zu verpflichten. Dadurch kann ein fester Stil gewährleistet werden. / Die Amis wechseln innerhalb einer Serienstaffel pro Episode meist den Regisseur um ein abwechslungsreiches Bild zu erzeugen.
  • Drehbuchautoren An KDramas arbeiten meist höchstens eine Handvoll Autoren. Diese orientieren sich sehr stark am Publikum dank Social Media. Sie passen sich dem aktuellen Trends an und reagieren sofort darauf. Es ist nicht untypisch, dass Drehbuch, Aufnahme und Ausstrahlung innerhalb von 7 Tagen erfolgen. / An US-Serien arbeiten meist über ein Dutzend Schreiberlinge. Zu Beginn eines Jahres wird sich das Staffelkonzept überlegt und bekanntgegeben. Die einzelnen Folgen entstehen im Laufe des Jahres.
  • Musik In KDramas ist es normal Popidole in Hauptrollen zu casten. Aus diesem Grund übernehmen oftmals die Hauptdarsteller den Gesang von mehreren Liedern auf dem Soundtrack. / In den USA setzt sich die Musik meist sehr geplant aus einer Vielzahl von Liedern auseinander. Diese gehören meist zu den Genres Pop und Rock.
  • Themen In beiden Ländern gibt es eine Vielzahl von Genres und Themen. Dabei existieren keine Einschränkungen. Bei KDrama spielt unabhängig vom Genre immer der Faktor Liebe eine tragende Rolle.

Quelle: aminoapps.com dramatisch.com asianwiki.com

Warum werden KDramas auch im Westen immer beliebter?

Obwohl ich ein absoluter Serienjunkie bin, war ich lange Zeit unaufgeschlossen dem asiatischen Raum gegenüber. Das änderte sich schlagartig als ich dank Netflix einfach die Möglichkeit bekam eine Serie aus diesem Raum zu testen. Tatsächlich gefiel es mir so gut, dass ich mittlerweile sehr häufig in diesem Bereich wildere und mir vorher unbekannte Produktionen mit einer Leidenschaft anschaue. Aus diesem Grund ist mein hauptsächliches Streamingportal mittlerweile Rakuten Viki. Dort bietet das Netzwerk eine immense Auswahl an Serien aus Korea, China, Taiwan und Japan.

Auf der Suche nach neuen Geheimtipps stieß ich vermehrt auf Artikel aus dem westlichen Raum, die sich mit dem Phänomen der KDramas auseinander setzen und verschiedene Schlagwörter dazu präsentieren. Alles in allem bleiben sich die Erklärungsansätze gleich.

Zusammengefasst liegen die Gründe für die koreanischen Serienerfolge gemäß einer Studie der amerikanischen Northwestern University an folgenden Faktoren:

  • Darsteller Die Hauptrollen werden meist mit besonders schönen Schauspielern besetzt. Diese werden durch die Aufmachung besonders in Szene gesetzt, damit sie einem regelrecht im Gedächtnis bleiben.
  • Kulturkreis Die Serien haben ein Bildungscharakter, in dem sie die Lebensgewohnheiten aus dem Alltag einer fremden Kultur vorstellen. Man lernt koreanische Kleinigkeiten nebenbei kennen und schätzen.
  • Unschuldscharakter Im Gegensatz zu westlichen Serien, die gerne zu harscher Sprache oder sexuellen Anspielungen neigen, sind koreanische Serien mit einem wahren Reinheitsgedanken versehen. Die Charakter nähern sich ganz langsam durch kleine Gesten an. Das Finale endet meist in einem Kuss ohne Zunge.
  • Einprägsame Momente Koreanische Serien bieten eine Reihe unvergesslicher und vor allem denkwürdiger Augenblicke. Diese können witzig, süß oder beides sein. Bei den Gags erkennt man eine klare Abgrenzung zum westlichen Stil.
  • Vertraute Vokabeln Umso häufiger man Serien aus dem Sprachkreis sichtet, umso vertrauter wird man mit der Sprache, ihrer Intonation und den Eigenheiten. Obwohl es sehr schwer fällt, einzelne Wörter zu erkennen, gibt es einige mit einem enormen Wiedererkennungswert (Entschuldigung, Danke, Ich mag dich, Oppa)
  • Frischer Wind Regelmäßige Seriengucker genießen den Ausbruch aus westlichen Serienmustern und eine andere Herangehensweise. Hier finden sich neue Ausgangssituationen, neue Herangehensweisen, neue Ideen und nicht immer die gleichen voraussehbaren Plots. KDramas fühlen sich neu, anders und im ersten Moment aufregender an.
  • Kleidung Die Mode ist spitze. Sowohl Männer als auch Frauen sind immer perfekt gekleidet und orientieren sich an den aktuellen Trends der Designer selbst bis zu den Accessoires hin. Traumhafte Outfits werden geboten.
  • Leckere Speisen Oftmals spielen die Szenen bei Tisch und zeigen die leckersten Speisen und vor allem örtliche Gerichte perfekt zubereitet. Das bringt einen auf neue Ideen und lässt die Lust auf Ramen immer wieder aufkommen.
  • Musik KPop ist mittlerweile noch beliebter als KDramas. Einprägsame Beats und lustige Texte mit englischem Titel gehen sofort ins Ohr.
  • Genrevielfalt Ähnlich der amerikanischen Serienproduktion findet man in Korea alles an Vielfalt wie man es sich wünscht. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Jedoch spielt immer das Thema Liebe eine Rolle und das gilt in jedem Genre. Das ist typisch für Korea.
  • Verfügbarkeit Seitdem Aufkommen der Streamingdienste wird es immer leichter östliche Serien für den Westen einzukaufen. Für Deutsche sind die beiden unkompliziertesten Anbieter Rakuten Viki und in kleinerer Auswahl Netflix.
  • Format Wie bereits erwähnt, haben die Serien meist nur 1 Staffel. Regulär haben sie eine Länge von 16-20 Folgen. Dadurch konzentriert man sich komplett auf den Plot und verzichtet auf unnötige Fillerepisoden.
  • Suchtpotential Eine Stärke von KDramas ist es eine emotionale Bindung zum Zuschauer aufzubauen. Durch das Mitfiebern mit den Hauptcharakteren erzeugt man viele Sympathien und Übertragungen. Zudem enden Episoden häufig mit einem spannendem Cliffhanger.

Wer den ganzen Artikel und mehr Details zu diesem Thema lesen möchte, sollte bei NextShark vorbeischauen.

Quelle: pinterest.com amazon.com mydramalist.com aminoapps.com

Wie finde ich Koreanische Dramaserien?

Ich liebe KDramas. Ich finde es toll in den verschiedenen Genres immer neue Ideen zu entdecken. Mir gefällt die Unschuld und der traditionelle Rahmen in den Serien. Die Darsteller sind meistens unheimlich gutaussehend und die Mode zum dahinschmelzen. Ich mag die enorme Ausstattung mit ihren Kulissen und die einprägsame Musik. Ich mag es neue Landschaften und Traditionen zu sehen. Ich finde die Geschichten meistens toll. Diese bieten oft romantisch-dramatische Züge, die einen von einer anderen Welt träumen lassen.Ich bin einfach nur angetan und kann jedem nur raten, dass er diesem Land beim Sichten wirklich eine Chance gibt.

Wem KDrama gefallen, sollte auch einen Blick auf CDramas werfen. JDramas sind spezieller, doch das ist eine andere Geschichte. Viel Spaß in Korea!

PS Hier findest du die aktuelle Rankingübersicht aller koreanischer Fernsehsendungen: https://en.wikipedia.org/wiki/Korean_drama

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14 Kommentare Gib deinen ab

  1. Rina sagt:

    Nicht unbedingt mein Genre – reizt mich jetzt nicht so – aber ein interessanter Beitrag.
    Danke für den Einblick.

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    1. Carli Sun sagt:

      Gern geschehen.
      Ich kann dich auch gut verstehen. Mir ging es lange Zeit genauso. Mich hatte der asiatische Markt überhaupt nicht interessiert, aber jetzt wo ich es auch Spaß mal ausprobiert habe, kann ich nicht mehr ohne. Korea und China haben wunderschöne Serien, bei denen man beim Einstieg aus dem Vollen schöpfen kann. Japan und ansatzweise sind deutlich spezieller. Hier sollte man nicht mit jeder Serie gleich starten…

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      1. Rina sagt:

        Danke – vielleicht, wenn ich tatsächlich mal in Stimmung bin, klick ich mal eine an…

        Liebe Grüsse

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    2. Carli Sun sagt:

      Falls du es doch mal versuchen magst, frage mich einfach mal nach einem Genre und ich empfehle dir was schönes. Wenn es dir dann nicht gefallen sollte, dann ist es so…

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      1. Rina sagt:

        😉 Das mache ich….Danke für das Angebot

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  2. Rita sagt:

    Schöner Beitrag! Meine erste koreanische Serie war „Black“, vermutlich kennst du sie schon, wenn nicht, unbedingt angucken. VG Rita

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    1. Carli Sun sagt:

      Danke fürs Lob! 🤗

      Ja, „Black“ kenne ich und ist auch ein cooler Einstieg! Meiner war deutlich simpler, doch ich bin hängen geblieben und bereue es keinen Tag…

      Hast du eine koreanische Lieblingsserie?

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      1. Rita sagt:

        Ich kenne noch nicht so viele koreanische Serien, durch die Untertitel kann ich oft nur schauen wenn ich allein bin, mein Mann sieht Sendungen mit Untertitel nicht so gern. Geschaut habe ich bis jetzt: Prison Playbook, Quiz of God und Argon. Als Lieblingsserie bleibt bis jetzt immer noch Black, Prison Playbook ist aber nah dran. VG Rita

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      2. Carli Sun sagt:

        Ich kenne dein Problem. Mein Mann hat zwar kein Problem mit Untertiteln, da er selber alles im Original sichtet, dafür aber mit Serien. Er ist ein absoluter Filmliebhaber und hat deswegen beschlossen Serien garnicht mehr zu schauen aus Zeitgründen. Zudem sind sie ihm einfach zu lang. Er sieht eine Kunst darin eine Geschichte in zwei Stunden auszuerwählen…

        Prison Playbook kenne ich noch nicht und setze ich hiermit auf meine Liste. Danke für den Tipp! 😊 … Auf welchen Kanälen streamst du?

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      3. Rita sagt:

        „Er sieht eine Kunst darin eine Geschichte in zwei Stunden auszuerwählen…“, auch eine gute Sichtweise. Aus manchen Serien sollte man wirklich nur einen Spielfilm daraus machen. Ich schaue über Netflix und Amazon Prime.

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      4. Carli Sun sagt:

        Ich sehe es gegenteilig. Ich liebe es Charaktere kennenzulernen und in ihre Welt einzutauchen. Da sind mir Filme zu kurz und oberflächlich. Immer wenn es spannend wird, kommt der Abspann…

        Lohnt sich Amazon Prime? Ich habe mal gehört, dass man da trotzdem bei Serien einzelne Folgen noch bezahlen muss…da würde ich ja arm werden. Ich schaue über Netflix, Viki und Drama Cool. 🤗😇

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      5. Rita sagt:

        Ich habe mit Amazon Prime angefangen als der Jahresbeitrag bei 16€ lag, mittlerweile sind es ca. 60€. Es ist tatsächlich oft so, dass die neueste Staffel etwas kostet (nehme ich aber nie in Anspruch), dann dauert es ewig bis auch diese freigeschaltet wird, das nervt. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen den beiden würde ich Netflix wählen.

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      6. Carli Sun sagt:

        Und warum hast du amazon denn noch? Das klingt wie schlechte Leistung für viel Geld…

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      7. Rita sagt:

        😂 Das stimmt, aber wir wohnen in einem Dorf, ein bisschen abseits der restlichen Welt, dadurch bestellen wir öfter mal etwas bei Amazon, mit den gesparten Versandkosten ist das streamen praktisch kostenlos.

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