Playful Kiss 장난스런키스

Playful Kiss ist eine südkoreanische Serie von 2010 mit insgesamt 16 Folgen a 65 Minuten. Im selben Jahr erschien eine Special Edition, die Episoden aus dem Eheleben zeigt. Sie besteht aus 7 Folgen a 10 Minuten.

Thema: Tollpatschiges Dummchen verliebt sich in intelligenten Stinkstiefel

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Via Dramalist

Die Serie wurde mir vermehrt empfohlen und soll zum Erscheinen ein großer Erfolg im ostasiatischen Ausland gewesen sein. Ich betone das so, weil die Einschaltquoten nicht von überzeugten Koreanern selbst zeugten. Mit Playful Kiss erleben wir das zweite Drama, indem Kim Hyun-Joong nach seinem Hit Boys Over Flowers mitspielt. Wie sein Vorgänger basiert diese Serie ebenfalls auf einer japanischen Manga-Reihe namens Itazura na Kiss von Tada Kaoru.

Worum geht es in Playful Kiss?

Playful Kiss dreht sich um die unbekümmerte, lebensfrohe Oh Ha-Ni. Sie bestreitet den Alltag mit ihren beiden besten Freundinnen und träumt in jeder freien Minute von ihrem Schwarm aus der Parallelklasse. Er, Baek Seung-Jo, ist nicht nur der beste Schüler des Gymnasiums, sondern auch unverschämt gutaussehend und eingebildet. Er schert sich nicht um die Mädchen, die um ihn kreisen und ist lieber für sich. Insbesondere hegt er einen Groll gegen faule und dumme Schülerinnen. Als Oh Ha-Ni ihren Mut zusammen nimmt und ihm einen Liebesbrief schreibt, nimmt das Chaos seinen Lauf. Während sie auf eine positive Antwort von ihm hofft, demütigt er sie vor der ganzen Schule in dem er diesen Brief auf Grammatikfehler prüft und ihr lediglich eine D- verleiht. Nachdem er seinem Ekel Ausdruck verliehen hat, ist Oh Ha-Ni am Boden zerstört. Doch die vergangen drei verliebten Jahre sollen nicht umsonst gewesen sein und so schwört sie sich sein Herz zu erobern. Das äußerst sich darin, dass sie ihm permanent nachläuft ohne Rücksicht auf ihren eigenen Stolz und ihre Gefühle. Komplizierter wird es als die beiden auf einmal ohne Vorwarnung unter einem Dach leben müssen.

Playful Kiss gibt ein wunderbares Beispiel für typische asiatische Teen-Serien ab. Als würde es nicht anders gehen, steht immer ein dümmliches, aber freundliches Mädchen im Mittelpunkt. Dieses jagt auf Grund der eigenen Naivität ihrem Schwarm nach. Dieser ist meist gutaussehend, groß, wortkarg, sportlich, beliebt und unheimlich intelligent. Doch am wichtigsten ist, dass dieser männlichen Konterpart meist alles andere als nett ist. In der Regel folgt dann immer das emotionale Ränkespiel, dass immer in einer glücklichen Beziehung endet. Somit weiß man immer was man zu erwarten hat. Zudem ist der Weg dahin immer wichtiger als das Ziel selbst. Solche Motive scheinen auch in den letzen Jahren wieder häufiger im Trend gelegen zu haben, wenn man den Erfolg von Good Morning Call und A Love So Beautiful unter die Lupe nimmt.

Welche Kritikpunkte habe ich?

Die besagte Ausgangslage habe ich ja grundlegend erklärt. Was die Mischung interessant macht, ist das Gezanke der beiden Charaktere. Oh Ha-Ni ist einfach gestrickt und ein sonniges Gemüt. Man muss sie einfach lieb haben und leidet des Öfteren mit ihr mit. Nicht immer, da sie in manchen Situationen sich wirklich das Leben selbst schwer macht.

Baek Seung-Jo ist ebenfalls komplett in der Klischeerolle gefangen. Meiner Ansicht nach schießt er sogar darüber hinaus. Da ich den Schauspieler in Boys Over Flowers so gerne mochte, war ich sehr gespannt auf seine Leistung hier. Sein Spiel ist sehr zurückhaltend und abweisend. Er ist natürlich schön anzusehen und hat dieses Mal eine tolle Frisur, die von Lei in Meteor Garden, später aufgegriffen wurde. Seine Figur ist zwar dafür da der Lütten immer Spitzen zuzuwerfen, jedoch war mir das in dieser Serie zu doll. Tatsächlich war er über mehrere Episoden immer nur fies und verletzend zu ihr ohne etwa eine nette Geste einzuschieben. Irgendwann fragte ich mich dann nur noch, was Oh Ha-Ni denn bitte an ihm gut findet abgesehen vom Aussehen. Nachdem ich die Halbzeit der Serie überschritten hatte, wurde ich allmählich ungeduldig. Zu diesem Zeitpunkt hatte man noch nicht einmal den Punkt des Nett seins erreicht. Als dann endlich mal eine romantische Annäherung stattfindet, kommt auf einmal alles Knall auf Fall. Auf einmal geht es so schnell, dass man als Zuschauer garnicht weiß, was man davon halten soll.

Fazit

Insgesamt betrachtet zeichnet Playful Kiss für mich nicht das Bild einer amüsanten Comedy, sondern den Umriss einer toxischen, absolut ungesunden Beziehung. Am Ende möchte man Oh Ha-Ni nur anschreien, dass sie sich von ihm fern halten soll. Ob nun in einer Beziehung oder nicht ist irrelevant, weil Seung-Jo nicht wirklich netter wird. Während sie sich fast die Beine ausreißt um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, bemüht er sich in keiner Weise. Er ist weder nett noch nimmt er Rücksicht auf ihre Gefühle. Er bleibt der gleiche Stinkstiefel wie am Anfang. Der einzige Unterschied ist, dass er jetzt Besitzansprüche an ihr geltend macht. Zudem akzeptiert er sie nicht wie sie ist, sondern setzt sie permanent unter Druck, damit sie sich verändert. Bis zum Ende der Serie wird er nicht müde Witze auf ihre Kosten zu reißen und sie wegzustoßen, wenn er keine Lust auf sie hat. Wie man vielleicht schon gemerkt hat, hatte ich so einige Probleme mit dem Skript. Ich kann auch wunderbar nachvollziehen, warum die Serie in Korea nicht so gut ankam. Tatsächlich verstehe ich die Leute nicht, die von dieser Prämisse begeistert sind. A Love So Beautiful hatte ich auch absolut gesuchtet, obwohl die Konstellation sehr ähnlich war. Doch zwischen den beiden Serien liegen für mich Welten.

Hervorzuheben ist auf jeden Fall seine junggebliebene Mama, die alles für Ihre Kinder tut und sich schon immer eine Tochter gewünscht hat. Ihre Szenen sind sehr amüsant. Das gleiche gilt für den kleinen Bruder, der auch einen kleinen Wandel heimlich vollzieht. Dennoch. Ich wurde leider mit dem Verhalten der männlichen Hauptfigur nicht warm. Schade! Am Ende kann ich mit Augen zudrücken bestenfalls 5/10 Punkte geben.

Das Sequel ist ein kurzer Überblick über das Eheleben nach einem Jahr. In der Kürze werden einige amüsante Themen abgehandelt. Ironischerweise ist hier Seung-Jo der sympathische, interessante Part. Er wirkt liebevoll und bringt trockene Witze. Ha-Ni wirkt noch infantiler als in der Originalserie. Sie ist peinlich und nervig. Somit gibt es dadurch auch keine Verbesserung der Punkte.

Playful Kiss ist eine einfache Serie für Zwischendurch, die sich an bekannten Themen orientiert, die Good Morning Call und A Love So Beautiful ähneln.

Interessierte können die Produktion auf Rakuten Viki streamen. Das Sequel Playful Kiss: Special Edition ist komplett auf YouTube zu sehen. https://www.youtube.com/playlist?list=PLKykULENUSO2b1Zs0ejdopoNZtCyfCxrg Die Qualität ist leider recht niedrig.

Darsteller: So-Min Jung (This Life is Our First, Father is Strange) als Oh Ha-Ni, Kim Hyun-Joong (Boys Over Flowers, Inspiring Generation, When Time Stopped) als Baek Seung-Jo

Regie: Hwang In Roe, Kim Do Hyung

Bonus:

Playful Kiss 2010 vs. A Love So Beautiful 2017

Vergleich folgt … garantiert nicht Spoilerfrei!

2 Kommentare

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